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THE CREW – Folge 783 Sylvio S.

Sylvio und das BTF verbindet eine lange Geschichte. Wie so oft fing es mit einem großen Bang an. Unumwunden kann von „Liebe auf den ersten Blick“ gesprochen werden. Einige Kilometer elbaufwärts lärmte eine noch sehr junge Band in den Katakomben von Weinböhla. Mindestens die Weltherrschaft an sich zu reißen war das Ziel. Fürs erste genügte ein Ausflug ins benachbarte Glaubitz wo die sich Gold und Ruhm erhofften. Der Ruf, der den fünf ruchlosen Raufbolden voraus eilte, erreichte die Nachbargemeinde leider zu spät. Denn der unwissende Booker hatte bereits entschieden es sei schlau, die Band am Samstag ins Rennen zu schicken. Damals schafften es noch alle Gäste binnen 2 Nächten Gehirn, Moneten und Unschuld zu versaufen.

Freitag war die Band vollzählig vor Ort. Es sollte wirklich nichts schief gehen. Also blieb eine ganze Nacht, um mit Geld für Rum – vielleicht war es auch Wodka, hätte aber den schriftstellerischen Spannungsbogen versaut – in dieses Spektakel zu starten. Unser Hauptprotagonist fand sich nach einer durchzechten Nacht im Kreise noch größerer Trinker wieder und genoss den Anblick der Sonne und die geistreiche Unterhaltung mit den Kumpanen auf Zeit. Wenig später packte ihn das Verantwortungsbewusstsein und er träumte von einem glanzvollen Auftritt, Jubelstürmen und der ersten Autogrammstunde. Als er schlaftrunken nach seinem Edding suchte, kam sein Raum-Zeit-Kontinuum wieder in Balance, er verließ das fremde Zelt und steuerte ohne Autogrammkarten und Stift die Bühne an. Die Sonne machte sich bereits daran, Gute Nacht zu wünschen und es fiel schwer, einzuschätzen, ob die Entgegenkommenden ihn anlächelten oder auslachten.

Ihr ahnt das Ende der Geschichte sicher schon. Sylvio hatte den Auftritt seiner Band verpasst. Den Rest des Abends lächelten zwar weiterhin viele in seiner Gegenwart, doch die Intention war unmissverständlich.

Das Ganze ist die Blaupause einer erfolgreichen Bewerbung, um Teil dieser außergewöhnlichen Festivalcrew zu werden. Sylvios Ruf ist längst wiederhergestellt und er kann inzwischen auch berichten wie es ist, mit Band auf der BTF-Bühne zu stehen. Fragt einfach mal.

BTF: Du spielst selbst in der ein oder anderen Band. Auch die Konzertsituation ist dir nicht ganz unbekannt. Beim Festival bist du Bands und Musikern beim Auf- bzw. Umbau behilflich. Tauchen manchmal Fragen wie "Was machst du da eigentlich? Warst du immer nur Bier holen während der Probe? Hast du schon jemals 'ne Gitarre gestimmt oder 'ne Saite gewechselt?" bei dir auf? Oder kannst du dir, abseits des Bierkonsums, was abschauen und was war deine letzte Erkenntnis?
SyS: Also, im Dienst wird sich doch nicht betrunken, Holm. Das solltest du eigentlich wissen. ;-) Aber um deine Frage zu beantworten, natürlich kann man sich immer mal was abgucken. Schließlich sind stets recht solide Bands am Start, die ordentlich abliefern. Auch wenn nicht alles meinem Geschmack entspricht, bin ich doch an Live-Darbietungen immer interessiert und da nicht so in Schubladen gefangen.

BTF: Ihr habt mit Cheap Stuff ein super Timing bewiesen und eure neue Platte pünktlich zum März-Lockdown veröffentlicht. Record Release Party im Eimer, Konzerte auch. Dabei habt ihr die gesammelten Kontakte und Erfahrungen aus 20 Jahren (unglaublich) genutzt und mit "Kings & Pawns" ein tolles Album veröffentlicht. Wie seid ihr als Band mit der Situation umgegangen?
SyS: Danke für die Blumen. Ja, das ist ordnungsgemäß schief gegangen. Wir haben einige Videos gemacht, in kürzester Zeit noch einen neuen Bassisten eintrainiert und ein neues Set zusammengebastelt. Tja, und dann war zwei Wochen vor der Release Show alles zu. Ich kann nur hoffen, dass der ganze Mist nicht allzu viele Auswirkungen auf unsere heiß geliebten Kneipen und Clubs hat. Denn so schön es auch ist, mal 'nen Entspannten zu machen und sich an der frischen Luft sportlich die Zeit zu vertreiben, würde ohne Kultur und Trubel schon einiges fehlen. Naja, wir konnten ja 2020 wenigstens zwei Gigs spielen und haben auch schon wieder einige neue Songs angefangen. Sofern es möglich ist, proben wir oder machen halt zu Hause paar Sachen, die wir dann aufnehmen und uns hin und her schicken.

BTF: Wie steht es aktuell mit The Wedon'tgiveafucks? Einer, im Gegensatz zu den eher straßentauglichen Cheap Stuff, ramonesken Punk Rock Band.
SyS: Bei den Fuckis habe ich vor einiger Zeit meine Kündigung eingereicht, was aber nur persönliche Gründe und nix mit den anderen Bandmitgliedern oder der Musik an sich zu tun hatte. Soweit ich weiß, haben die Jungs aber personell nachgerüstet und sind weiter am Start. Hoffentlich kann ich mir das Ganze bald mal live anschauen.


THE CREW – Folge 783 Jette Lebowsbee

Ein Merkmal prägt unsere Crew wie kein Zweites. Die Lebenswege mäandern und machen sich von gesellschaftlichen Erwartungen (Abitur, Studium, Wohlstand) und geradlinigen Karrieren frei. Konsens scheint die Erkenntnis, dass die Menschen, die Welt, das Leben zu spannend sind, als das diesen mit einem stromlinienförmigen Lebenslauf begegnet werden kann. Wisst ihr wie spannend die Gespräche beim gemeinsamen Essen sind? Da wird das Essen der Cateringcrew in den Himmel gelobt (Jette möchte das ausdrücklich anmerken) und schnell findet man sich in tiefgründigen Gesprächen über Gott und die Welt wieder. Und wartet mal ab, wenn am Abend noch 'ne Flasche Rotwein oder Bier dazu kommt...

Exemplarisch dafür steht sicher auch 'ne Person wie Jette. Sie kam vor gut 5 Jahren in unser Team. Sie studierte in Dessau und Halle Design, hat gerade einen Arbeitsvertrag als Fremdsprachensekretärin im Umweltforschungszentrum unterzeichnet, davor lange Jahre in einer Veranstaltungsbaufirma und als Grafikerin gearbeitet. Bei uns ist sie von Aufbaubeginn bis Abbauende am Start und bringt dann die von ihr beim Endless Summer erworbenen Skills zur Anwendung. Dazwischen unterstützt sie unsere creweigene Security bei den Fahrzeugkontrollen. An Arbeit mangelt es bei einem Festival nie. Geil, wenn das Team aus Leuten besteht, die Arbeit sehen und loslegen. Den Höhepunkt erreicht das Ganze, wenn Jette beim Beseitigen der Festivalhinterlassenschaften rückenschonend vom Entengang in den herabschauend-laufenden Hund und zurück wechselt. Ein Anblick, den niemand so schnell vergisst.

Für das Festival im Juli hat sie aber noch einen ganz großen Wunsch. Auch wenn es den Anschein macht, dass ein Posten in dieser Festivalcrew keine freien Spitzen zulässt, dümpelte Jette am Samstag der 2019er Edition auf ihrem Melonenschwimmreifen, als sie eine Kette mehrerer Luftmatratzen und Schwimmreifen in der Mitte des Wassers entdeckte. Zielsicher nahm sie Kurs auf die wachsende Schwimmtier-Polonäse und vernahm schon den Ruf: „Melone, hier rüber – hier is' das Ende!“. Sie griff nach dem letzten Schwimmreifen in der Reihe, kurz darauf dockte an ihrem schon ein im Sinken begriffenes Piratenluftschiff an. Am Anfang der Schlange schleppte ein Festivalgast die bunte Truppe zu Fuß durch das Wasser und so kam Bewegung in die luftige Perlenkette. Groß und Klein staunten nicht schlecht, denn Augenzeugen zufolge soll die Schwimmtier-Polonäse über 30 Meter lang gewesen sein! Ihr Wunsch – das schreit nach einer Wiederholung.

»leipzig-summt

BTF: Aus eigenen Erfahrungen kann ich berichten, dass du ne wahre Expertin in Bezug auf Fluginsekten, speziell Bienen bist. Du konntest mir direkt erklären, dass dieser riesige blauschimmernde Brummer eine blaue Holzbiene ist, es auch markante Brutgänge im Totholz geben muss und dass diese Bienenart noch recht neu in unseren Gefilden ist. Woher kommt dein Interesse an Insekten?
JL: Ich hab mich schon immer für Tiere, Natur und Umweltschutz interessiert. Zu den Insekten kam ich im Studium, ich hatte mich im Informationsdesign eher zufällig mit dem Bienensterben beschäftigt. In einem späteren Text-Seminar habe ich das wieder aufgegriffen und so nette Sprüche wie "Ohne Biene nur Routine in der Kantine" geschrieben. Ab dem Punkt bin ich irgendwie dran geblieben und hab gemerkt, dass das Thema meist völlig falsch kommuniziert wird. Die meisten Beiträge dazu bezogen sich auf Honigbienen, aber das "Bienensterben" ist eigentlich ein Insektensterben, betroffen sind vor allem Wildbienen, Falter, Wespen, Käfer, ... deren Anzahl aufgrund von Lebensraumverlust in den letzten 30 Jahren um etwa 70 % zurück gegangen ist (trauriger Fakt: die Studien dazu wurden in Naturschutzgebieten durchgeführt – was das für urbane und landwirtschaftliche Flächen bedeutet, kann sich sicher jeder vorstellen). Ich stieg also tiefer ins Thema Wildbienen ein und widmete mich diesem auch in meiner Masterarbeit (Design im Umweltschutz – am Beispiel der Wildbienen). In dem Rahmen habe ich auch die Gründer von Deutschland summt! und meinen jetzigen Arbeitsplatz, das UFZ, kennen gelernt. In den letzten Jahren wuchs mein Interesse eher in die Breite als in die Tiefe, so dass ich mich von den Spezifikationen der etwa 570 Wildbienenarten in Deutschland gelöst und auf das gesamte Feld der Insekten konzentriert habe. So sind meinem Wildbienenkalender 2019 die Insektenkalender 2020 und 2021 gefolgt, einige der verwendeten Fotos sind übrigens auch in Glaubitz entstanden (dazu später mehr). Wenn man allerdings bedenkt, wie umfangreich und verzweigt die Insektenkunde ist, kann man mein Wissen auch nur als oberflächlich bezeichnen. Aber das ist in Ordnung, so gibt es immer viel zu entdecken.

BTF: Da es den heimischen Insekten nicht sonderlich gut geht, hast du mit Freunden einen Verein gegründet, in dem der Schutz und die Aufklärung im Mittelpunkt stehen. Was kannst du uns dazu berichten?
JL: Während der Masterarbeit habe ich das Corporate Design von Deutschland summt! untersucht und dabei auch den Initiator Cornelis interviewt. Ich hatte ihn damals auch gefragt, wie ich Leipzig summt! gründen könnte, da man sich das Konzept wie ein Franchise-System vorstellen kann. Es gibt schon etliche summt!Ableger. Etwa ein Jahr später meldete sich Jonas bei mir, er hatte meinen Kontakt von Cornelis bekommen, da auch er Interesse hatte, die Initiative ins Leben zu rufen. Jonas brachte auch gleich noch ein paar Freunde mit und so kam die ganze Sache ins Rollen. Im März 2021 wird Leipzig summt! zwei Jahre alt, ein Verein sind wir aber erst seit Dezember 2020. Instagram ist unser stärkstes Medium, wir berichten regelmäßig über Insekten, Pflanzen, Maßnahmen und teilen Veranstaltungshinweise anderer Initiativen und der Stadt. Aber wir sind auch aktiv, nehmen z. B. am städtischen Masterplan Grün teil und sind Projektpartner des BUND beim Citizen-Science-Projekt Vielfaltergarten. Und in unserem Schaugarten in einem Leipziger Kleingartenverein zeigen wir Kleingärtnern, wie sie ihre Parzelle insektenfreundlich gestalten können.

BTF: Konntest du auf dem Areal des Festivals auch schon besondere Beobachtungen machen oder hat der Einfluss der Landwirtschaft keinen förderlichen Einfluss auf die Artendiversität?
JL: Die Landwirtschaft – so notwendig sie auch ist, um uns alle zu ernähren – hat leider einen enorm negativen Effekt auf die Artenvielfalt. Der Großteil unserer landwirtschaftlichen Flächen wird monokulturell bewirtschaftet – eine einseitige Flora bietet eben auch nur eine einseitige Fauna. Moderne Erntemethoden und Chemikalien belasten die Insekten zusätzlich. Es gibt insektenfreundlichere Methoden in der Landwirtschaft, leider sind diese meist aufwändiger, dabei weniger ertragreich und die Landwirte werden zu wenig gefördert und entschädigt. In Glaubitz, gerade am Reitplatz gibt es ja aber auch Wald und Wiesen und so hat mich wahrscheinlich schon jedes Crewmitglied mit dem Kopf im Gestrüpp oder im Kräuterbeet gesehen. Blühende Kräuter sind für viele bestäubende Insekten unwiderstehlich, so dass sich am Oregano und Lavendel vor dem Sportlerheim immer massenhaft Bienen, Falter und Wespen (noch ein interessanter Fakt: von über 300 einheimischen Wespenarten gehen uns gerade mal 2 Arten auf die Nerven!) tummeln. Besonders fasziniert hat mich die borstige Dolchwespe, ein schönes tiefschwarzes Tier mit leuchtend gelber Markierung. Aber mir ist auch schon ein riesiges Heupferd am Bauwagen neben dem Campingplatz-Einlass begegnet. Diese beiden, aber auch das Kleine Wiesenvögelchen (tatsächlich ein Schmetterling) sind in meinem aktuellen Insektenkalender zu sehen – 3 Monate gehen also direkt an Glaubitz!


Wir tragen uns schon so lange mit einer Idee

der Idee, euch unsere Crew etwas näher vorzustellen. Das ist in der Vergangenheit immer der fehlenden Zeit zum Opfer gefallen. Die Ausrede zählt nun nicht mehr und wir werden in den kommenden Wochen und Monaten einige Helfende, die zum Festival gehören wie Bands und Bier, in die Mangel nehmen und einer hochnotpeinlichen Befragung unterziehen. Die Ergebnisse präsentieren wir euch Woche für Woche auf unseren Kanälen.

Leider werden wir nicht alle von uns angedachten Features hier veröffentlichen können. Obwohl noch weitere spannende Geschichten dabei gewesen wären (ich werfe hier mal die Schlagworte `Durstexpress, Flaschenpostfusion, Oetker in den Kaffee spucken` in den Ring), könnte es für einzelne Crewmitglieder in der Zukunft berufliche Konsequenzen nach sich ziehen, wenn über die Bande BTF klar wird, wer was wo angeschoben, moderiert oder forciert hat. Schade. Allerdings hoffen wir die Serie eine ganze Weile fortführen zu können, denn hier hat eigentlich jede*r eine unglaublich interessante Geschichte zu berichten.


Halli Hallo, hier sind wir wieder!

Der letzte Post liegt gut 2 Monate zurück und hinter uns eine nicht enden wollende Achterbahnfahrt der Gefühle. Euch wie uns brennt die Frage unter den Nägeln: "Wird es dieses Jahr ein Back To Future geben?". Um ehrlich zu sein, können wir die Frage noch immer nicht beantworten. Die Lage ist wie sie ist und ihr versteht sicher, dass kein zuständiges Amt momentan irgendwelche belastbaren Zusagen geben kann.

Wie gehen wir damit um? Dass es ein Festival wie 2019 geben wird, scheint vielleicht unrealistisch. Deshalb arbeiten wir schon Monate an verschiedensten Szenarien, um eine Veranstaltung mit Festivalfeeling zu ermöglichen. Unser Rezept mit dieser unsicheren Situation umzugehen ist, dass wir alle Beteiligten, also Bands, Dienstleister und Helfer, aber auch euch bitten, davon auszugehen, dass das BTF stattfinden wird. Dass das endgültige Okay erst spät kommen könnte und wir bis zur Ziellinie auf Entwicklungen reagieren müssen, sollte dennoch allen bewusst sein. Vielleicht lassen die verschiedenen Test-Varianten im Zusammenhang mit den hoffentlich fortschreitenden Impfungen bereits sowas wie einen normalen Festivalsommer zu?

Wir bleiben auf alle Fälle optimistisch und enden mit dem abschließenden Hinweis, dass wir nichts übers Knie brechen werden und eine sichere Veranstaltung Ziel unserer Bestrebungen ist.

»MORECORE-BERICHT


Schluss mit Ruhe

Jetzt war es doch ne ganze Weile sehr ruhig bei uns. Doch damit ist jetzt Schluss.

Obwohl die aktuellen Entwicklungen alles andere als erbauend sind, sehen wir für den Sommer 2021 positive Signale. Unsere Planungen liefen die ganze Zeit weiter. Nur unsere Motivation durchlief ganz viele Phasen. Von "Kopf in den Sand" bis "Kopf gegen die Wand" war alles dabei. Nun scheint sich diese Achterbahnfahrt der Gefühle langsam zu beruhigen und eine Abfahrt die signalisiert, ein Festival im Juli 2021 ist machbar, in Sicht.

Klar, momentan bekommen wir von Behördenseite keine belastbaren Zusagen. Doch wir haben die Zeit genutzt und uns auf verschiedene Szenarien eingestellt und professionelle Hilfe an die Seite geholt. So sehen wir uns für abschließende Gesprächen mit den zuständigen Ämtern bestens aufgestellt. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir ein Back To Future veranstalten können welches diesen Namen verdient. Jetzt hoffen wir (ein bisschen Daumen drücken kann da nicht schaden), dass unser Line Up möglichst umfänglich Bestand hat. Aber keine Angst, auch auf eine Absage der ein oder anderen Band sind wir vorbereitet. Wir halten euch nun wieder regelmäßiger auf dem Laufenden.

Genug für den Moment, bleibt gesund und nutzt die Gunst des Weihnachtsmannes um die alternativen Strukturen unserer Szene zu stützen. Euer Lieblingskonzertschuppen hat es bitter nötig.


LIEBE SUPPORTER, ...

nachdem nun endlich alle Dankeschön-Präsente unserer Soliaktion bei uns eingetroffen sind, konnten wir am Wochenende beweisen, dass in uns nicht nur begnadete Festivalorganisatoren stecken, sondern auch erstklassige Verpackungskünstler. Sagen wir mal so, ein Versandhaus wird aus dem Back To Future wahrscheinlich nicht mehr. Obwohl, so ein kleiner Festivalshop, um die neu erworbenen Skills nicht gleich wieder zu verlernen...?

Ab Montag gehen eure Lieferungen auf Reisen. Bitte habt Verständnis, dass es auch noch zwei bis drei Tage dauern könnte, denn mit der großen Masse an Sendungen (150 Päckchen) könnte unsere kleine Postfiliale im Glaubitzer "Minimarkt" ein wenig überfordert sein.

Schlussendlich möchten wir euch noch einmal einen ganz tief empfundenen Dank aussprechen. Wir sind so begeistert, dass wir mit eurer Unterstützung so gezielt helfen konnten. Hoffen wir, dass im kommenden Jahr Festivals in gewohnten Bahnen laufen, sodass wir alle wieder eine Menge Spaß in Glaubitz haben werden.

Danke und drückt die Daumen, euer Back To Future-Team aus Glaubitz.


SO SIEHT'S NUN AUS!

Geilo, nachdem wir uns ähnlich wie ihr über die beiden Neuzugänge für 2021 so gefreut haben, wurde der Flyer zurecht gefummelt, damit man das hammermäßige Line up nochmal in seiner Gänze sehen und vor lauter Vorfreude fast wahnsinnig werden könnte!

»VORVERKAUF 

TEENAGE BOTTLEROCKET!

Sicher gehören TEENAGE BOTTLEROCKET zu den Bands mit den eingängingsten Albumcovers überhaupt.

Das kann man aber auch von ihrer Mucke behaupten. Immer wieder schaffen sie es, Gehörgänge mit fantastischen Bubblegum-Punkrock auf lange Zeit zu verkleben. Cool, das wollen sie nächstes Jahr auch bei uns machen!

    

OFF WITH THEIR HEADS

"Ab mit ihren Köpfen" schrie die Herzkönigin bei Alice im Wunderland und es folgte ein heilloses Durcheinander.

Wenn 2021 OFF WITH THEIR HEADS bei uns auf der Bühne stehen, wird das aber geradliniger und druckvoller Punkrock mit gewisser Melancholie und Aussage. Da freuen wir uns jetzt schon ziemlich drüber!

  

Solidarität

In einem historischen Jahr 2020, in dem beinahe nichts so läuft wie wir es gewohnt sind, ist es eine wahnsinnige Wohltat, etwas Positives verkünden zu dürfen. In unserem Fall ist es das äußerst erfolgreiche Ende unserer Soli-Aktion.

Dank unserer wohlfein ausgewählten Prämien und eures unglaublichen finanziellen Supportes sind wir in der Lage, nachhaltige Corona-Unterstützung zu leisten: Gestern ging der Großteil der Solikohle an unseren Bühnen- und Soundtechniker. Friedemann`s Familie ist zum diesjährigen BTF-Festivaltermin um das dritte Kind angewachsen. Und das alles komplett ohne Einnahmen. Ganz im Gegenteil: all seine Kosten laufen weiter. Staatliche Prüfgesellschaften verlangen weiterhin riesige Beträge für ihre jährlichen Gutachten, obwohl die Bühnen kein einziges Mal aufgebaut wurden. Weiterhin ist er bemüht, seine Soundtechnik an wachsende Anforderungen anzupassen. Ihr bringt uns in die Position, ein deutlich aufmunterntes Zeichen als den sprichwörtlichen`Tropfen auf den heißen Stein`zu setzen. Danke!

Nach einem kurzen Moment der Besinnung beginnt in den nächsten Tagen die Auftragsvergabe der bestellten Gimmicks. Sobald uns alle Merch-Sachen vorliegen, beginnt der Versand. Wir bitten euch deshalb noch um ein wenig Geduld bis Ende September.

Zu allerletzt eine weitere wirklich erfreuliche Nachricht: Neben eurem Engagement bei unserer Soli-Aktion läuft auch der ganz normale Ticketvorverkauf konstant weiter. Ihr wisst also, wie ihr uns glücklich machen könnt. Das lässt uns wirklich optimistisch in die Zukunft blicken und motiviert uns für die kommenden Wochen, in denen vieles, was Kunst und Kultur betrifft, auch weiterhin noch ungewohnt bzw. unter neuen Bedingungen läuft. Wir hoffen, dass dieser Schub noch eine Weile anhält.