GLAUBITZ OPEN AIR / BACK TO FUTURE FESTIVAL

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22./23./24. Juli 2021


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News & Updates

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THE CREW – Folge 783 ElSA F.

Irgendwann war es Elsa zu viel. Jahrelang musste sie im Juli eine Woche auf ihre Mama Petra verzichten. Diese unterstützt uns gut eine Woche vor Ort. Zuerst im Büro, dann im Bierwagen. In den letzten Tagen vor dem Festival müssen in einem improvisierten Büro Lücken geschlossen und Probleme gelöst werden, an die unterm Jahr mal wieder keiner gedacht hatte. Wenn ihr wüsstet, wie wichtig diese Tage und diese Helfer sind! Einfach unersetzlich.

Also irgendwann war es Elsa zu viel mit diesem Sturmfrei und sie begleitete ihre Mama zum Festival. Von der Volljährigkeit noch einiges entfernt, stand sie inzwischen bestimmt schon 5 Jahre hinterm Tresen. Schnell schwand ihre anfängliche Zurückhaltung und zum Ende ihres ersten BTF-Jahres hielt sie nicht nur ein exzellentes Praktikumszeugnis in ihren Händen, sondern hatte es mit ihrem kessen Mundwerk allen ganz leicht gemacht, sie, wie ihre Mama oder ihre Schwester auch, sofort ins Herz zu schließen.

Elsa ist auch der schlaue Kopf hinter dem Glücksrad von Bierwagen 1. Na, habt ihr schon mal ‘nen Rhabarbera oder ‘nen Mexikaner (ihr absoluter Favorit) erdreht? Oder musstet ihr eventuell der ganzen Bierwagenbesatzung einen Shot spendieren? Natürlich gibt es das auch beim nächsten Mal. Versprochen. An dieser Stelle soll unbedingt erwähnt werden, dass die Crew von Bierwagen 1 die absolute Granate ist. Besser geht es nicht! Von den intensiven Stunden zwischen Zapfhahn und Kühlzelle und den Geschichten, die da passieren, kann sie inzwischen Bücher füllen. „Manchmal kommen wir nicht einmal zum Essen. Die Gäste haben Vorfahrt! Denn die geben uns immer wieder positives Feedback, zaubern uns damit ein Lächeln ins Gesicht und lassen den Stress vergessen. Zum Glück hat unsere Cateringcrew immer ein Auge auf uns und so wird das wundervolle Essen schon mal frei Haus geliefert. Danke. Danke. Danke.“ Eine dieser Storys beginnt mit einem gestiefelten Festivalgast und seiner Bierbestellung. Das frisch Gezapfte füllte er in einen seiner Stiefel. Erst so konnte es seiner Meinung nach die volle erfrischende Wirkung zeigen. Zum Glück ist das nie zum Trend geworden ;-)

Ihre freien Minuten genießt sie am liebsten auf der Terrasse des Sportlerheims. Bei einem späten Frühstück mit Blick auf die lange Besucherschlange des Waldbades. Da ist die gute Laune schon am Vormittag auf Maximum. „Wie sollte es auch anders sein, bei den tollen Menschen um einen herum?“ Habt ihr eigentlich auch schon Urlaub für Juli bekommen? Elsa schon und sie freut sich auf euch und das Festival.

BTF: Du bist Teamplayer durch und durch. Die Bewegungsfreiheit im Bierwagen gleicht oft dem am Handballkreis. Das Bier muss zum Gast und der Gegner spielt hier aber im gleichen Team. Was unterscheidet Handball vom Bierverkauf?
Elsa: Ja, das stimmt, wenig Platz und Gerangel gibt es sowohl beim Handball als auch im Bierwagen. Deswegen mag ich beides anscheinend auch so sehr. Stressig ist beides, die Zeit hängt einem auch immer im Nacken, allerdings kenne ich während der 60 Minuten Handball keine Freunde im gegnerischen Team. Es geht nur darum, zu Siegen und nichts anderes zählt. Im Bierwagen sind es keine Gegner, es sind eher Freunde. Beides fordert viel ab und die Teamfähigkeit ist entscheidend, aber beim Festival gibt es keinen Sieger – es geht darum, gemeinsam eine schöne Zeit zu haben. Im Bierwagen gibt es auf jeden Fall viel mehr zu lachen, aber wenn mir mal einer doof kommt, bekommt er direkt was zu hören. Da kommt dann die Handballerin (die im Team immer die meisten 2-Minuten-Strafen und roten Karten bekommt) durch. :-)

BTF: Deine Mannschaft war sehr erfolgreich, Training sehr wichtig. Wie schwer ist es, das eigene Ausgehverhalten den Anforderungen des Ligaalltags anzupassen? Wie würde ein Spiel mit dir an einem BTF-Sonntag aussehen?
Elsa: Ich bin sehr froh, dass im Juli immer Saisonpause ist und ich somit nicht in Gewissensbisse komme, denn dem Handball stelle ich kaum was hinten an. Wenn es doch so wäre und ich überhaupt wieder spielen kann, ist es alles eine Frage der Organisation. Ein bisschen weniger Alkohol, ein bisschen eher ins Bett und ich würde vielleicht mein bestes Spiel des Lebens machen. Und vor allem hätte ich mit Abstand den größten Fanblock dabei.

BTF: Ich hörte, dass du eine begnadete Kuchenbäckerin bist. Meinst du, es wäre vorstellbar, dass es im Rahmen dieses wundervollen Festivals auch zu einem Kuchenbäckerduell kommen könnte? Und was würdest du dann backen?
Elsa: Ich glaube mich daran erinnern zu können, dass es so einen internen Wettkampf schon mal gab und ich gewonnen habe. (Grübelsmiley) Ich würde es für möglich halten, natürlich. Meinen Siegerkuchen werde ich jetzt hier natürlich noch nicht preisgeben, die Konkurrenz könnte ja mitlesen :-)

BTF: Du hast mal gesagt "Ich bin keine Eisprinzessin, sondern Zahnfee!". Wirklich bist du auf dem Weg zum Zahnmedizinstudium und hast deine Wartesemester genutzt, um eine entsprechende Ausbildung abzulegen. Wie bei Handball, Bardienst und Kuchenbäckerei mit vollem Einsatz. Wie steht es und wie hat dich die Neuordnung der Studienplatzvergabe getroffen?
Elsa: Das mit dem Studium hat sich leider erledigt. Ich werde definitiv keinen Platz bekommen und mein Traum wird nicht wahr. Auf Grund der neuen Regelungen und dem damit verbundenen Wegfall der Wartesemester habe ich keine Chance mehr, trotz super abgeschlossener Ausbildung. Aber ich liebe meinen Beruf und werde ihn trotzdem jeden Tag mit Freude antreten und dort mit meinen Aufgaben wachsen und einfach immer wieder neue Dinge lernen, um nicht stehen zu bleiben.

THE CREW – Folge 783 STEPHAN S.

In der aktuelle Folge unserer Crewvorstellung haben wir die ehrenvolle Aufgabe, euch die Lebensweisheiten des Kneipenphilosophen Stephan S. näher zu bringen. Nachdem er seine Lehrjahre zwischen Proberaum, Tresen und Jobcenter aber unter stetem Einfluss der Torgauer Brückenkopf University of Punk Rock durchlief, kümmert er sich nun als Sozialpädagoge in einer Leipziger Jugendwohngruppe um die Zukunft unseres Landes und gibt sich ansonsten dem Konsum von Subkultur und ausgiebigen Kneipentouren hin. Euer Lieblingsfestival kannte er schon immer, musste aber erst mit einer seiner Bands eingeladen werden, um sich von dessen Qualitäten persönlich zu überzeugen. Als Ausrede reichte immer auf dieses schweißtreibende Wetter (Sommer. Bäh!), den ausgesprochen schönen heimischen Kirchturm und den Komfort der eigenen Sanitäreinrichtungen hinzuweisen. Deshalb ist es uns eine große Ehre, den richtigen Arbeitsplatz für Stephan S. aus dem Boden gestampft zu haben. Seine Anforderungen lauteten: Sitzplatzgarantie in trockenem und kommunikativem Umfeld und die Möglichkeit, Macht auszuüben. Auf einem Festival wie dem unseren nur am Tickethäuschen realisierbar. Inzwischen füllen die Berichte des Einlasses über jene Besucher Bände, die meinen, auf der Gästeliste zu stehen. Allein diese gesammelten Werke könnten uns die letzten Lebensjahre im BTF-Altenheim zu versüßen wissen. Kein Wunder, dass Stephan einen Arbeitsplatz zum ersten Mal mit „Ein geiler Job. Ganz ohne Jux und Dollerei: Die Einlasscrew fetzt und der „Job" macht mir Spaß!“ beschreibt. Wir sind genauso begeistert.

BTF: Unsere Festivalbesucher treffen beinahe als erstes auf dich. Dabei wundern sich verschiedentlich Gäste "Woher kommt mir dieser Typ denn bekannt vor?". Du trittst gern in die erste Reihe. Dann aber mit Gitarre, Mikrofon und Verstärkung im Rücken. Skizziere mal deine bisherigen musikalischen Etappen.
StS: Die Freude zur Musik wurde schon früh in mir geweckt. Auf Omas Couchgarnitur prüfte ich bereits in jungen Jahren die Sofa-Qualität der VEB Polstermöbel zu Liedern von UDO JÜRGENS („Der Teufel hat den Schnaps gemacht“ und „Mit 66 Jahren“) sowie zur LP-Compilation „50 Knüller am laufenden Band: Jetzt geht die Party richtig los!“. Die Liebe zum Texten erwachte dann mit den PRINZEN, die ich im Alter von etwa 10 Jahren rauf und runter hörte. Gemeinsam mit meinem besten Freund, der im Übrigen bis heute musikalisch an meiner Seite weilt, texteten wir wild drauf los und Kissen sowie diverse Küchenutensilien wurden zum Drumset umfunktioniert. Und das Ganze nahmen wir dann via Kassettenrekorder auf. (Eines dieser Tapes warfen wir im Übrigen bei einem ÄRZTE-Konzert auf die Bühne, in der Hoffnung, dass sie uns berühmt machen – hat eher suboptimal funktioniert, haha!).

Mit 17 wurde dann endlich die erste richtige Band aus der Taufe gehoben: DIE BLUMENTOPFERDE. Zahlreiche Alben und Konzerte bis ins Jahr 2019 zeugen von der Schaffenskraft dieser Band. Da eine Band aber nicht ansatzweise die Wut der Jugend einzufangen vermag, gab es zahlreiche weitere Kapellen, in denen ich als Texter, Sänger, Gitarrist und Bassist rumrandalieren durfte, so unter anderem bei NULL NIVEAU, STACCATO SPECIALS, ZVO55 und seit 2011 bei GLEICHLAUFSCHWANKUNG. Darüber hinaus gab es diverse Coverprojekte und an einem Fanzine arbeitete ich ebenfalls mit. Dass mir die „Vermittler*innen“ des Jobcenters in meinen 20ern Untätigkeit vorwarfen, empfinde ich daher bis heute als absoluten Frevel.

Und jetzt, in den End-30ern meiner Existenz, ist es an der Zeit, das Establishment mit einem ganz neuen Projekt herauszufordern. Denn wie heißt es so schön: „Wer mit 20 kein Trinker ist, hat keine gute Leber. Wer aber mit 40 immer noch kein Revoluzzer ist, der hat den Fußball nie geliebt!“

BTF: Dir scheinen FB, Twitter und Co. sehr zu liegen. Wann kommt endlich der Gabi Nichtsnutz Videochannel?
StS: Ich arbeite gerade daran. Das Konzept ist so einfach wie erfolgversprechend: Ich reite auf einem Delphin, klöpple währenddessen Origami und im Hintergrund spielt eine südamerikanische Panflöten-Band Lieder von den SCORPIONS. Mein dazugehöriger Telegram-Channel befindet sich mittlerweile im Aufbau und mir folgen bereits über 100.000 Peoples. #läuft

Aber mal ehrlich: Reichweite ist heutzutage die neue Währungseinheit, um die sich alles dreht und die Welt braucht nicht noch mehr Müll, mit dem sie via Social Media vollgerotzt wird. Ab und zu rülpse ich mal einen dämlichen Kommi in die Timeline und das sollte dann auch ausreichen.

BTF: Das Ziel deiner neuen Band, auf deren Nennung wir als Systemlinge hier leider verzichten müssen, scheint der direkte Weg in den sächsischen Verfassungsschutzbericht zu sein?
StS: Wenn bereits zu Beginn einer neuen Band das Konzept durchschaut wird, dann ist das … puh … was soll ich auf diese geniale investigativ-gossen-journalistische Frage antworten?! Wut-Smiley

In Zeiten, in der die demokratischen Werte erneut von rechtsaußen bedroht werden, die Gefahr jedoch links verortet wird (CoNeWItZ!!!1!11), ist es unumgänglich, neue Wege zu gehen. Was bringen uns gekaufte Likes aus Asien, wenn wir kostenfrei vom sächsischen Innenministerium gehyped werden können?! Im dritten Quartal 2021 soll unser erstes Hit-Album erscheinen, die Aufnahmen sind bereits im Kasten. Wenn wir es wirklich noch in den Verfassungsschutzbericht 2022 schaffen wollen, sollten wir das Album direkt via SMI veröffentlichen, sonst wird es wohl erst 2023 werden.

THE CREW – Folge 783 BADEMEISTER

Badis Vorstellung halten wir bewusst ein wenig kürzer. Er hat 'ne Menge zu berichten, was mit dem BTF eher wenig zu tun hat, aber mega spannend ist. Seit einiger Zeit lebt er in Innsbruck und arbeitet dort als Krankenpfleger auf einer Kinderintensivstation. Auch sein aktueller Arbeitgeber musste die bittere Pille schlucken und wird ihn zum Termin des BTF beurlauben. Badis BTF-Karriere entspricht Schema F: Erst Gast (wir wollten unbedingt mal wieder Lousy sehen) für einen Tag, aus dem unvermittelt ein ganzes Festivalwochenende wurde. Er bekam am Einlass fälschlicherweise ein Wochenendbändchen ausgehändigt. Ja, so sieht Professionalität beim BTF aus. Aber Schluss jetzt, wir gehen ins Zwiegespräch.

BTF: Auch für deinen Job ist eine ausgeglichene Psyche und eine stabile Physis nicht von Nachteil. Du ernährst dich sehr bewusst und lässt berauschende Substanzen links liegen. Dein Rezept für einen beflügelten Dopaminspiegel sind Ausdauersportarten. Was steht da so bei dir auf dem Programm?
Badi: Seit nun 11 Jahren ernähre ich mich vegan und empfinde es in allen Belangen gut und wichtig. In den Alpen habe ich eine tolle Spielwiese, auf der ich mich austoben und frei fühlen kann. Fast jede freie Minute verbringe ich in den Bergen. Die letzten Jahre hab ich das Klettern für mich entdeckt. Nach Reiserad und Rennrad hab ich meinen Fuhrpark um ein Fully erweitert und entdecke damit die letzten Zipfel der Alpen. Trailrunning ist auch immer 'ne gute Option und macht hier irgendwie mehr Sinn als damals in Leipzig. Und hier ist so richtig Winter, deswegen ist mein Lieblingssport für 6 Monate im Jahr das Skitouren, einfach großartig! In den Bergen unterwegs zu sein, auf einem Gipfel zu stehen und in die Ferne zu schauen ist das Größte für mich!

BTF: Wirklichen Respekt flößen deine Radtouren ein. Gib doch mal 'nen groben Einblick in diese Aktivitäten.
Wie einige eventuell wissen, entdecke ich neue Länder und Kulturen am liebsten mit dem Reiserad.

2012 ging es für 1 Jahr von Leipzig nach Singapur! Auf dieser Strecke absolvierte ich 24.000 km. Bereiste folgende Länder: Deutschland, Österreich, Ungarn, Serbien, Bulgarien, Türkei, Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan, Kirgistan, Kasachstan, China, Laos, Kambodscha, Thailand, Malaysia, Singapur. Auf dem Weg besuchte ich die Jungs von CRIPPLED FIX in Budapest, verpasste SICK TIMES auf ihrer Tour in China nur um 1000 km und mischte den Pit bei SICK OF IT ALL in Kuala Lumpur auf. Kleine Anekdote, bei der Show war vor dem Headliner 1h Pause, um zu beten.

2015 – 2017 radelte ich von Alaska nach Feuerland. Das waren ca. 35.000 km. Länder: USA, Kanada, Mexiko, Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Panama, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Argentinien, Chile.

Weitere Highlights: Marokko, Georgien, diverse Alpenüberquerungen und ein 8-Etappen-MTB-Rennen im indischen Himalaya und davor 5 Tage auf dem Manali-Leh-Highway mit den höchsten Straßenpässen der Welt (5400 m) außerhalb von Tibet.

Insgesamt bin ich wahrscheinlich um die 70.000 km mit dem Reiserad unterwegs gewesen. Ich Herz Fahrradfahren.

BTF: Es gibt auch eine schöne Geschichte, die den Bogen vom Rad zum Festival spannt. Erzähle mal.
Als ich 2012 in China unterwegs war und das BTF kurz vor dem Aus stand, kaufte ich 10 WE-Tix im VVK um das Festival zu unterstützen (ohne zu wissen, wer mitkommt und wer sie mir abnimmt) und Punk sei Dank, es hat funktioniert.

BTF: Deine Ernährung ist dir auch auf den Touren sehr wichtig und du hast dafür auch ein Händchen entwickelt. Wir haben 'ne Menge Leute aus unserer Crew, die in den Tagen von Glaubitz ganz wild auf das vegane Angebot aus der BTF-Küche sind. Du kannst die Arbeit unserer Cateringcrew gut einschätzen. Deine Meinung zu diesem Thema?
Da ich leidenschaftlicher Vegankoch bin, war es eine große Freude, die Catering-Crew zu unterstützen. Mit 'nem guten Soundtrack aus den Boxen und den richtigen Zutaten werden immer leckere Gerichte gezaubert und währenddessen natürlich sehr viel Blödsinn erzählt und rumgealbert. Die Stimmung ist super, was für das ganze Festival gilt.

BTF: Du kommst ursprünglich aus einer eher ländlich geprägten Ecke. Wenn du was erleben wolltest, musstest du selbst anpacken. Erzähle mal.
Zu Beginn der 2000er begann ich damals in Schleiz zusammen mit Tobi, unter dem Namen EASTSIDE HARDCORE ATTACK, Konzerte zu veranstalten. Dies führte ich mit Lovebone (R.I.P.) in Leipzig fort. Als ich vor 3 Jahren nach Innsbruck kam, war es mir ein großes Anliegen, auch hier meinen Fußabdruck zu hinterlassen und den Leuten feinsten Punk zu präsentieren. Was mir auch ganz gut gelingt. Punk, in all seinen Facetten, ist und bleibt meine große Leidenschaft und wird es auch immer bleiben. In allen Lebenslagen begleitet er mich und wird immer einen Platz in meinem Herzen haben.

Ich liebe Punk und das BTF. Oi!

»BADEMEISTERONTOUR

THE CREW – Folge 783 KARO K.

Wir springen zurück ins Jahr 2000. Das erste Mal sprachen Karos Freund*innen aus der Gerber in Weimar und dem P20 in Arnstadt, ihrer zweiten Heimat, von diesem wahnsinnigen Festival hinter Riesa. Warum sie aus ihrer eigentlichen Homebase Roßwein davon noch nichts gehört hatte, bleibt für immer ein Mysterium. Die Angst etwas zu verpassen wuchs und so landete sie in ihrem kleinen Trabant bei nächster Gelegenheit in Glaubitz. Allerdings hatte sie keine Ahnung, welche Anforderungen so ein Festival stellt. Ohne Zelt, ohne Dosenravioli, mit Nix glich ihr erstes Back To Future einem großen Survivalabenteuer. Doch sie lernte schnell dazu und blieb dem Festival einige Jahre als Gast erhalten.

Zwischenzeitlich wuchs ihr Engagement im Jugendhaus Roßwein. Statt gelegentlicher Bardienste ging es bald um die organisatorischen Abläufe im Verein. Kursangebote, Konzerte, Sozialarbeit. Für einen ehrenamtlichen Vorstand waren viele Dinge zu koordinieren. Da wir die massive Unterstützung aus Roßwein z. B. mit Einsätzen beim Summerbash zu revanchieren versuchten, vertiefte sich der Kontakt immer weiter. Da es dieses wunderschöne Ein-Tages-Festival im idyllischen Freibad Wolfstal nicht mehr gibt und Karo inzwischen den Vorstandsposten im Jugendhausverein in jüngere Hände gelegt hat, hat sie Zeit für alte Leidenschaften. An ihrem neuen Arbeitsplatz im Waldbad Glaubitz fühlt sie sich besonders gut aufgehoben. Mit innerer Überzeugung reicht sie ihren Lieblingsshot über den Tresen – Mexikaner. Besonders das hauseigene BTF-Rezept, die Glaubitzer Luft und die Stimmung im Waldbad oder auf dem Reitplatz schaffen einen ganz besonderen Genuss. „Unbedingt probieren!“ empfiehlt sie.

BTF: Du hast schon vor der Ausbildung zur Zahntechnikerin deine Liebe zum Formen und Gestalten entdeckt. Mit den handwerklichen Fähigkeiten kam die Möglichkeit, Ideen gestalterisch umzusetzen. Inzwischen hast du eine kleine Werkstatt in Döbeln und unter deiner fachlichen Anleitung können z. B. die eigenen Eheringe angefertigt werden. Das sind sicher besondere Momente, wenn zukünftige Eheleute ihre Team- und Leidensfähigkeit an Säge, Feile und Schleifpapier erproben. Los, da gibt es doch sicher die ein oder andere Anekdote zu berichten. Wie viele kamen schon zum zweiten Mal? Wie viele kamen nie zum Einsatz?
Karo: Es ist tatsächlich so, dass ich aus der sehr intimen Situation der Kurse heraus viele Details der Beziehung mitbekomme. Das ist sehr spannend und dem Umstand geschuldet, dass im Alltag der Paare die künstlerische Auseinandersetzung eine ganz neue Erfahrung ist. Es wird viel gesprochen und sehr intensiv reflektiert. Die Initiative, den Kurs zu buchen geht eher von den Frauen aus. Die Männer lassen sich aber schnell begeistern, da sie davon ausgehen, dass das Ganze viel mit schmieden und hämmern zu tun hat. Dass eine ausgeprägte Grobmotorik nicht ganz so wichtig ist, merken sie aber ganz schnell. Klar gibt es dann auch unglaublich witzige Situationen. Eine Frage, die ich nach dieser Erfahrung nun im Vorfeld des Kurses kläre, ist: „Wollt ihr euch die Ringe gegenseitig anfertigen oder jeder seinen eigenen?“. Die Antwort der Frau „Äh, also der Ring sollte dann doch schön sein. Ich mache meinen selbst!“, beschwor eine mittelschwere voreheliche Krise herauf. Aber auch diese Ringe fanden im Anschluss ihren Platz am richtigen Finger. So wie alle anderen im Kurs entstandenen auch. Ansonsten graviere ich die Innenseite der Eheringe gern mit einem Motto und in der Handschrift des Gegenübers. Klar kam da auch schon „Sex, Drugs & Rock'n'Roll“ und das deutet an, wie die Beziehung begann. Nicht nur ein Lächeln bei mir erntete die Gravur eines Paares, die jeweils zum zweiten Mal vor den Altar traten und die Realitäten anerkannten: „Nützt ja nüscht!“ Ich meine, viel besser und persönlicher als die Initialen und das Datum der Hochzeit. Das merkt man(n) sich eigentlich auch bis Alzheimer anklopft. Und was danach damit anzufangen ist, muss mir noch jemand erklären.

BTF: Mit deinem Fellnasen Talisman hast du etwas ganz Außergewöhnliches entwickelt. Ergebnis ist ein Anhänger in der Form und mit den anatomischen Besonderheiten des eigenen Vierbeiners. Erzähle mal was davon.
Karo: Die Idee der Werkstatt war, eine persönliche Erfahrung mit einem Schmuckstück zu verknüpfen. Dieses Erlebnis macht ein Schmuckstück oder einen Ring zu etwas so Wertvollem, dass es mit Geld kaum aufzuwiegen ist. Mit Corona war so ein Erlebnis nicht mehr möglich. Meine Idee: ein individuelles Schmuckstück, für den es keinen Kontakt in Person braucht. Mit Hilfe eines von mir entwickelten Abdrucksets kann die Vorlage jeder an seinem Haustier selbst abnehmen. Diese landet dann per Post wieder bei mir und daraus entsteht ein ganz individueller Talisman. Die Nase eines Hundes oder anderer Tiere sind so einzigartig wie der Fingerabdruck eines Menschen.

Ah, da fällt mir ein: Zuletzt habe ich aus den Fingerabdrücken der Familienmitglieder ein Amulett für jemanden aus der Crew gemacht. Die Leute entwickeln ganz eigene Vorstellungen, mit meinen Ideen umzugehen. Ich bin wahnsinnig froh über diese Idee und wer Interesse hat, findet alle Infos auf meiner »Homepage oder im »Facebook ;-)

BTF: Aber du hast noch ganz andere Ideen. Du möchtest mit einem Low Carb High Protein Chip das abendliche Knabbern vorm Bildschirm revolutionieren. Knabbern ohne schlechtes Gewissen. Wann stellst du das Projekt bei Höhle der Löwen vor?
Karo: Bitte schreib das leise! Unser Geheimnis, hihi. Ja, ich hab‘ so viele Ideen, leider ist das z.B. nicht meine Branche. Falls sich auf diesem Weg jemand findet, der interessiert daran ist, mein Konzept umzusetzen, kann ich das gerne bei der Höhle des Löwen verkaufen :-D

BTF: Nochmal zurück zum Schmuck. Ich sehe gerade, deine Werkstatt ist trotz Coronaeinschränkungen voll. Aber nix kriminelles, sondern ein Muskelmann aus Berlin mit einem Hang zu elektronischer Musik und italienischen Opern werkelt an Merchandise. Kläre uns bitte auf!
Karo: Ja, das ist Rummelsnuff, quasi im Homeoffice. Ich fertige schon seit vielen Jahren die Schmuckelware für seinen Onlineshop und momentan arbeiten wir in geheimer Mission. Bleibt gespannt!

THE CREW – Folge 783 Maes

Kollege Maes ist wohl einer jener Crewmitglieder, der das Festival von Beginn an begleitet hat. Als Riesaer hatte er aber auch die allerkürzesten Drähte. Schon vor der Wende lernte man sich kennen (im Röderauer Waldschlösschen, bei einem Konzert von „Die Firma“) und teilte die intensiven Erfahrungen der Wende- und Nachwendezeiten. Damals spielte er noch mit seinen Kirchendieben landauf landab. 1998 stand er dann nicht nur mit seiner neuen Band Holy Pigs Maes auf der Festivalbühne, sondern kümmerte sich auch um den Bühnensound der anderen Bands. Nachdem hier und da Profis als Dienstleister engagiert wurden, wechselte er in die Bandbetreuung. Der Posten war deutlich näher an seinem Wesen und er konnte bleibende Erinnerungen sammeln. „Es ist etwas ganz besonderes, Musiker abseits der Bühne kennen zu lernen. Ich habe wirklich keine negativen Erfahrungen machen müssen. Ganz im Gegenteil. Es gab wunderbare Momente mit Bands wie Evil Conduct, Long Tall Texans, Adolescents oder Peacocks. Und klar, über die Jahre entstand auch ‘ne ganz besondere Beziehung zu den Lokalmatadoren.“

Eine Sache blieb ihm aber besonders im Gedächtnis. G.B.H. Deren beide Alben "City Baby Attacked by Rats" und "City Baby’s Revenge" hatte er sich 1988, während eines Familienurlaubes in der Tschechoslowakei, als Tape kaufen können. Unvorstellbar, so etwas in der DDR aufzutreiben. Bei seinem BTF-Einstand bekam er die Gelegenheit, die Briten abzumischen und erzählte ihnen die Geschichte. Am Ende wurde er eingeladen, „Sick Boy“ mitzusingen. Inzwischen sind seine Prioritäten ganz neu justiert und es bereitet ihm allergrößte Freude, wenn es auf dem Bierwagen richtig rund läuft und ein Fass binnen Minuten und ohne Pause leer gezapft ist. Wenn das so schnell geht, bleibt wiederum mehr Zeit für andere Dinge. Großer Höhepunkt der letzten Jahre: ein Wiedersehen mit Slime. „Ich habe dann zwei Stunden mit der Band backstage über die ganze Anfang-der-Neunziger-Zeit, Faschoüberfälle, 1.Mai's in Kreuzberg, besetzte Häuser etc. pp. labern können. Slime sind hammersympathische Menschen! Das hat richtig Spaß gemacht. Ja, und letzten Endes ist das Festival an sich immer DAS Highlight. Es ist wie ein Nach-Haus-Kommen. Auch wenn ich nur von Riesa aus anfahre. Aber die Vorfreude ist immer wieder riesig! Crew, Gäste, Freunde, Bands!“ Wenn es nach Maes ginge, würden bald mal Nine Pound Hammer oder Reverend Horton Heat in Glaubitz auftrippeln. Mal sehen, was sich da machen lässt. Für den Moment empfehlen wir, zu schauen, was er abseits des Festivals so treibt. Spannend.

BTF: Du warst in der Vergangenheit einige Male in Tansania, wo du eine im medizinischen Sektor tätige Hilfsorganisation unterstützt hast. Kläre uns mal über die NGO auf und was ihr da genau macht?
Maes: Der Verein heißt »Interplast Germany e.V., dort kann man eigentlich alles erlesen. Das Team, in das ich mich einbringe, reist zweimal im Jahr ins Dr. Atiman Memorial Hospital nach Sumbawanga. Das Krankenhaus wird von der katholischen Kirche in Tansania betrieben. Das mag jetzt erstmal befremdlich klingen, verbinden doch die meisten von uns nicht unbedingt das Beste mit der Kirche. Aber dort trägt die Kirche vieles des gesellschaftlichen Lebens und unterstützt die sozial Benachteiligten der Gesellschaft. Sumba (wie wir Sumbawanga gern abkürzen) liegt im Südwesten von Tansania, nahe an der Grenze zu Sambia. Touristisch definitiv kein Hotspot von Tansania, aber eben aus diesem Grund ist man viel näher dran am alltäglichen Leben und alles ist viel ehrlicher. Das Einsatzteam besteht meistens aus ungefähr 18 Menschen: Ärzte, Anästhesisten, OP-Pfleger, Hebammen und eben mir als Röntgentechniker. Hauptsächlich gibt es dann drei Schwerpunktgebiete: Plastische Chirurgie für Verbrennungen, Struma und Lipomen und ein Traumatologie-Team. Über Radio und Aushänge und ein Pre-Screening wird den Menschen angekündigt, dass wir vor Ort sind. Da erscheinen dann an den ersten beiden Tagen ca. 500 - 600 Patienten, alle in der Hoffnung, ihnen wird geholfen. Man sieht dann dort krasseste Diagnosen, die man hier in Europa nie sehen würde. Kinder mit schweren bis schwersten Verbrennungen, Kontrakturen und schwere Frakturen. Teilweise sind diese Verletzungen schon vor Monaten, wenn nicht sogar Jahren geschehen. Die Patienten kommen aus einem Umkreis von 400 bis 600 km; teils sogar zu Fuß, mittlerweile hat es sich auch in Uganda, Malawi und Sambia herumgesprochen, wenn die "German doctors" wieder im Land sind. Nach zwei Tagen Screening haben wir dann 10 OP-Tage, die um halb 8 starten und teilweise erst 22 Uhr enden. Wichtig ist es mir, zu erwähnen, dass keiner unserer Patienten etwas für die Behandlung oder eine OP bezahlen muss. Eine OP kostet im Schnitt um die 250 € und diese Kosten werden allein durch Spenden finanziert. Aber alles in allem sind es schon recht heftige Tage. Dort habe ich Demut gelernt und tiefe Dankbarkeit dafür, in einem Land wie Deutschland geboren zu sein und leben zu dürfen.

BTF: Ihr habt in Sumbawanga auf einer über 1.800 Meter hohen Hochebene zwischen Tanganyikasee und Rukwasee gearbeitet. Beinahe Zentralafrika. Wie sind die Gegebenheiten für die örtliche Bevölkerung? Wie steht es mit Schulen und der Lebensmittelversorgung?
Maes: Also nach der 36-stündigen Anreise über Leipzig – Frankfurt – Addis Abeba – Dar es Salaam – Mbeya und einer 8-stündigen Busfahrt merkt man als erstes jedes Mal wieder, auf welcher Höhe man sich da befindet. Die Pumpe braucht schon immer ein paar Tage, sich daran zu gewöhnen. Also zumindest meine. Die örtliche Bevölkerung kann theoretisch alles erwerben, was wir hier in Europa auch bekommen können. Nur können sich die Wenigsten das dort leisten. Lebensmittel sind immer ausreichend vorhanden, nur dass eben einem Großteil einfach das Geld dafür fehlt. Ich fürchte, viele der Menschen ernähren sich tagein tagaus sehr einseitig. Einige der Kinder, die zu uns zur Behandlung kommen, sehen schon sehr unterernährt aus. Das erinnert mich an die Bilder aus Äthiopien in den 80er Jahren. Das finde ich sehr traurig. In Tansania besteht Schulpflicht, und so sehen wir auf unserem morgendlichen Weg ins Hospital hunderte Kinder in Schuluniform auf dem Weg zum Unterricht. So viele Kinder habe ich nirgendwo anders gesehen. Und die erscheinen mir immer fröhlich, lachend, glücklich. So sieht es zumindest aus. Die Schule geht über den ganzen Tag. Auf dem Land dürfen aber viele Kinder nicht in die Schule gehen, einfach, weil sie den Eltern bei der Arbeit auf dem Feld helfen müssen.

BTF: Über die Jahre konntest du sicher verfolgen, was ihr schon bewegen konntet. War es möglich, örtliche Organisationen bzw. Menschen einzubinden, so dass sich langfristig positive Entwicklungen anschieben lassen? Thema Hilfe zur Selbsthilfe.
Maes: Ja, sicher sieht man über die Jahre eine gewisse Entwicklung zum Positiven. In unserem Fall arbeiten wir mit der katholischen Kirche, dem Bistum Sumbawanga, zusammen. Man spürt aber eben auch, dass verschiedene Leute in hohen Positionen Vorteil aus unserer Arbeit zu ziehen versuchen. Teilweise werden sehr hohe Hürden gestellt, was die Einsatzplanung, die tägliche Arbeit vor Ort und den Umgang mit Ressourcen angeht. Die tansanische Regierung ist seit ein paar Jahren z.B. der Meinung, medizinische Produkte, die wir benötigen, nicht mehr nur aus Deutschland einzuführen, sondern eben in Tansania zu erwerben. Auf der einen Seite ist das eine vernünftige Idee, auf der anderen Seite müssen diese Sachen dann zu viel höheren Preisen als in Deutschland erworben werden. Solche Sachen mehren sich in den letzten Jahren.

BTF: Die katholische Kirche spielt in Afrika eine wichtige Rolle. Afrika hat ein riesiges Problem mit einer rasant wachsenden Bevölkerung. Es braucht Bildung und Mädchen, die möglichst lange zur Schule gehen. Wie zeigt sich der Einfluss der Kirche in Tansania? Nutzt die Truppe ihren massiven Einfluss auch mal dazu, positive Entwicklungen zu befeuern?
Maes: Die Kirche trägt auf jeden Fall positiv zur sozialen Entwicklung bei. Sie ist ja Träger verschiedenster sozialer Einrichtungen, angefangen von Hospitälern, über Geburtsstationen (Midwife Nurseries) bis hin zu Waisenheimen. Ohne diese Arbeit würden viele der Ärmsten hinten herunterfallen. Ich denke, die Kirche in Tansania hat auf jeden Fall einen positiven Einfluss in Tansania. Leider werden die staatlichen Zuwendungen für NGO's, zu welchen die Kirche zählt, massiv zurückgefahren. Damit können nicht die gleichen Gehälter für Ärzte, Lehrer, Schwestern usw. gezahlt werden, wie in staatlichen Einrichtungen, was zu einer Abwanderung guten Personals führt. Pädagogisch sehe ich Tansania auf einem guten Weg, die Ganztagsschule ist sehr verbreitet. Welcher Prozentsatz aller Kinder aber tatsächlich zur Schule gehen, vermag ich aber leider nicht einzuschätzen.

BTF: Uns konntest du schon einige Mal mit deiner Gitarre begeistern. Hast du die auch in Tansania im Gepäck und wie reagieren die Leute da auf Johnny Cash und Rock'n'Roll?
Maes: Haha... nee du, die war da noch nicht mit unten. Da wäre auch wenig Zeit, denen meine J.R. Cash Versionen um die Ohren zu hauen. Wäre wohl aber mal einen Versuch wert. Tansania hat eine ganz große, eigene Musikszene mit vielen lokalen Stars, das geht alles in allem am ehesten in die Richtung Dancehall/Reggae/Dub – mit viel westlichem Einfluss á la Rhianna/Sean Paul oder so ähnlich. Ich habe aber auch schon Bob Marley und Peter Tosh dort zu hören bekommen. Und ein Taxifahrer in Dar es Salaam hat mich auf eine ziemlich coole Socke Namens Daudi Kabaka gebracht. Ich habe ihn spontan den Johnny Cash Tansanias getauft. Den ziehe ich mir mittlerweile auch zu Hause manchmal rein. Den finde ich irgendwie dufte.

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