GLAUBITZ OPEN AIR / BACK TO FUTURE FESTIVAL

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22./23./24. Juli 2021


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News & Updates

 News-Archiv
THE CREW – Folge 783 Cris K.

Wenn ich an anderer Stelle schon mal erwähnt habe, dass es zum guten Ton in der BTF-Crew gehört, auch mal abseits ausgetretener Wege zu gehen, ist Cris das genaue Gegenteil davon. Die Geradlinigkeit in Reinform. Ein fleißiger Student, der dem Abschluss in Informatik auch noch einen in Philosophie hinzufügte. Die Jurasemester dienten dazu, im Haifischbecken der modernen Wirtschaft bestehen zu können und dem Gegenüber stets eine Schlaumeiernasenspitze voraus zu sein. Eine echte Bilderbuchkarriere. „Wie kommt so jemand zur Crew meines Lieblingsfestivals?“ sehe ich euch fragen. Wenn wir das wüssten. Es gab wirklich schwierige Jahre für das BTF. Da mussten wir jede Unterstützung annehmen, die uns geboten wurde. So trat Cris in unser aller Leben. Der erfolgreiche Geschäftsmann aus dem Westen wollte dem kleinen Festival aus dem Osten ein bisschen Schützenhilfe geben und zeigen, wie ein Festival zum Erfolg wird. Also machten wir uns bei der gerade eröffneten Alte Hackerei in Karlsruhe (Hey Plüschi, bitte durchhalten!) richtig beliebt, als wir gemeinsam vor dessen Türen ein amtliches 2-Tage-Festival mit viel Punk Rock, Lesungen und Kunst organisierten. Irgendwann musste der erfolgsverwöhnte junge Mann erkennen, dass die Arbeiten sehr umfangreich und die Einsätze sehr hoch sein können. Und dass Erfolg auch mal die erreichte Kostendeckung sein kann. Er war erfolgreich auf Linie gebracht.

Der bekennende Ciderfan, der nun seine Brötchen schwer schuftend als Band-Informatiker verdienen muss, will noch eine wunderbare Geschichte aus dem BTF Kosmos loswerden und lässt sein Gegenüber (mich) dabei alles andere als gut aussehen. Ein Polizeieinsatz bei der Punkeria in Duisburg morgens um 7 Uhr. Die Jungs von der Müllabfuhr kamen zur Grobmüllabholung, doch ein Trottel hatte seinen PKW genau vor die anvisierte Haustür gestellt. Schnell waren die Cops am Start und weckten den ganzen Kiez um den Fahrer des hier völlig fremden Kraftfahrzeuges mittels ohrenbetäubender Lautsprecherdurchsagen zu finden. Es dauerte ein paar verschlafene Minuten, bis der Inhaber des Pkws realisierte, dass sein Auto gemeint war. Danach konnte er aber sehr behände und vermutlich leicht verkatert in Unterwäsche aus dem 4. OG zu seinem Auto sprinten. Und wer ihn persönlich kennt, würde sich wundern, wie schnell er sein kann. Da durch die sehr indiskrete Durchsage der ganze Straßenzug wach war und aus dem Fenster schaute, parkte er unter vielen amüsierten Blicken sein Auto vorschriftsmäßig um und überließ seinen Freunden und Helfern den eingeforderten Obolus für seinen nächtlichen Parkplatz. So einen Ärger hätten die Punker im Haus nie gemacht.

BTF: Wir erreichen dich auf einer ausgedehnten Cuba-Exkursion. Ihr habt einige Hilfsgüter im Gepäck. Wie stellt sich die Lage dar, nachdem die US-Regierung die Insel Castros auf die Liste der Terrorstaaten gesetzt hat? Kannst du nun noch Geschäfte im imperialistischen Ausland tätigen? Sind deine Konten gepfändet? Wann gibt es endlich wieder Bier auf Cuba und wie lässt es sich bei Mojito und Brot nur aushalten?
Cris: Wie die Lage vor Ort ist, beschreibt ein Bild aus einem kubanischen Supermarkt. Dort sind die Regale prall gefüllt. Allerdings ausschließlich mit Wasser, Rum und Zigarren. In einem schlecht Gefüllten gibt es nur Rum und Zigarren. Zahnpasta kostet hier bis zu 7 € und das Duschgel, sofern es mal welches gibt, ist mit Wasser gestreckt. Ansonsten sind hier alle wegen der Währungsumstellung am 1.1.21 (Abschaffung des CUC und die damit einhergehende Aufhebung der Dollarbindung) etwas vorsichtig, da dadurch alles nochmal doppelt so teuer wurde.

Ja, das mit dem Bier war unterwegs eine sehr lange Durststrecke, da es keines gab. Einmal hat mir ein Casa-Besitzer ganz stolz eine Dose Bier zum Abendessen hingestellt, die er irgendwo auf dem Schwarzmarkt teuer erstanden hatte. In Cienfuegos wurde es dann schlagartig besser. Das erste Zeichen war, als wir durch das offene Tor eines Lagerhauses mehreren Paletten voller Bierdosen sahen, die da jemand gebunkert hatte. Man war kurz davor, rein zu rennen und mitzunehmen was geht. Aber in der unmittelbaren Umgebung um dieses Lagerhaus wurde zum ersten Mal seit langem Bier ganz offen verkauft (0,33 l für 3 €). Und am nächsten Tag konnte man dann in einem Bistro sogar frisch gezapftes Bier, das in Kuba gebraut war, erstehen. Es bildete sich sofort eine lange Schlange und man bekam pro Person max. 1,5 Liter in das selbst mitzubringende Gefäß abgefüllt.

Wer genauer wissen will, wie die momentane Lage in Kuba ist, wie man helfen kann usw., den verweise ich auf die Kubahilfe von Luckas Winter. Die Meisten von euch kennen ihn mit Sicherheit vom Merchstand der Dritten Wahl. https://www.facebook.com/Luckas.Winter.Dritte.Wahl/

BTF: Du bist der Autor des Standardwerkes „Philosophie des Deutschpunks“ (dieses Buch gibt es wirklich). Deine Theorien werden in Fachkreisen sehr kontrovers diskutiert. Wie wird das Werk in die große Geschichte der abendländischen Philosophie eingeordnet? Du verlässt dich ja eher auf Theorien bekannter Kneipenphilosophen und bemühst weder den kategorischen Imperativ Kants, noch die Theorien der Frankfurter Schule. Ich meine eher Hegel als Adorno liegt dem Ganzen zu Grunde. Helfe dem ungebildeten Pöbel (mir).
Cris: Alle von dir genannten deutschen Theorien und Philosophen sind, wie es dem Deutschen oft zu eigen ist, viel zu steif und abstrakt, um sich der doch eher lebensnahen „Philosophie des Deutschpunks“ auch nur ein bisschen nähern zu können. Dem Ganzen liegt eher Diogenes von Sinope, auch „Diogenes der Hund“ genannt, zugrunde.

Er wird von Fachleuten auch als vermutlich erster Punk der Welt bezeichnet. Insbesondere sein berühmter Dialog mit Alexander dem Großen zeigt seine Ablehnung für Autoritäten. Auch die von ihm vertretene Lehre des Kynismus weist große Parallelen zu der Philosophie des Deutschpunks auf. Denn nach der kynischen Lehre beruht Glück auf innerer Unabhängigkeit und Autarkie. Diese führt zur Negation der althergebrachten Sitten, Normen, Gesetze, der Kultur, Kunst und Familie bis hin zur Erregung des öffentlichen Ärgernisses.

BTF: Die Punkeria in Duisburg hattest du hier selbst ins Spiel gebracht. Bei meinem Probewohnen (was hier bereits zur Sprache kam) war die Rede von Bierleitungen in jedes Zimmer. Was ist aus diesem Kleinod im malerischen Duisburg-Ruhrort geworden?
Cris: Die Bierleitungen sind leider der Finanzkrise zum Opfer gefallen. :enttäuscht: Denn es gab für solche Dinge keine Kredite mehr und auch die staatlichen Subventionen für solche essentiellen Dinge wurden ersatzlos gestrichen. Ansonsten existiert die Punkeria als Wohnprojekt für Punks weiterhin.

»Philosophie des DeutschPunks

THE CREW – Folge 783 Marika TW.

Ihr habt es sicher bemerkt. Wir haben einen sehr engen Bezug zu Roßwein. Dort gibt es nicht nur das Jugendhaus, sondern auch ‘ne Reihe besonderer Menschen. Zum Beispiel eine ganz famose Friseurmeisterin – eine warmherzige Person, die mit ihren beiden bezaubernden Töchtern seit vielen Jahren unser Festival unterstützt. Sie hat die Haare der einen wie die Locken des anderen unter ihren Fittichen. In solcher Wohlfühlatmosphäre entspinnen sich Gespräche und Ideen. Gedanken gehen auf Reisen. Und plötzlich hatten wir eine gestandene Politikerin im Team. Marika, Mama zweier Töchter und diplomierte Soziologin, hat einen sehr straighten Weg hinter sich. Über ein Stipendium der Rosa-Luxemburg-Stiftung landet sie als Praktikantin der Fraktion der Linken im Europaparlament. Sie folgt Ausschusssitzungen in englischer und französischer Sprache, verteidigt eingebrachte Anträge der Partei und pendelte lange Zeit zwischen Brüssel, Straßburg, Berlin und Sachsen. Schnell öffnen sich für sie weitere Türen. Inzwischen sitzt sie im sächsischen Landtag und hat beste Verbindungen nach Berlin. Wisst ihr, was für Marika inzwischen zur liebgewonnenen Gewohnheit geworden ist, wenn sie nach dem Festival wieder daheim ist? Das Konterbier. Damit zeigt sie eine der wichtigsten Eigenschaften, um im beinharten Business der Berufspolitik bestehen zu können – Volksnähe. Um sie braucht es uns nicht angst zu werden.

BTF: Als Pressesprecherin für Gregor Gysi war dein Fokus zuletzt auch wieder auf Brüssel gerichtet. Du hast einige Jobs in der Richtung gemacht. Geht es dabei in erster Linie um Arbeit erledigen oder stehen strategische Gedanken im Vordergrund, um Politikerhandwerk zu erlernen? Abläufe verstehen, Netzwerke aufbauen, Allianzen schmieden?
MTW: Die Politik auf europäischer Ebene wird für mich immer von besonderer Bedeutung sein. Es macht schon einen Unterschied, ob man nur über Europa als etwas Abstraktes spricht, oder in Brüssel lebt und in den EU-Institutionen arbeitet. In meiner Erfahrung, die ich auf verschiedenen Ebenen, ob Kommune, Kreis, Bund oder eben auf europäischer Ebene sammeln konnte, war meine Tätigkeit immer sehr facettenreich. Von klassischen organisatorischen Aufgaben über inhaltliche Beiträge und, na klar, bis hin zu strategischen Fragen. Über die Jahre habe ich ein gutes Gefühl dafür entwickelt und auch meinen eigenen politischen Kompass daran ausgerichtet, manchmal im „Elfenbeinturm“ zu arbeiten, aber immer das Gespräch mit den Menschen zu suchen. Ich glaub, genau das braucht ein:e aufrichtige:r Politiker:in: Wissen um die politischen und parlamentarischen Strukturen und nie den Blick für das alltägliche Leben zu verlieren.

BTF: Gysi ist Freigeist aber noch immer das wichtigste Gesicht der Partei. Die Linke verfügt über eine stattliche Schar sehr kompetenter junger Politikerinnen. In einigen Jahren könnte die Frage aufkommen, wo die Männer in der Partei geblieben sind. Schlimm?
MTW: Sehr schlimm. Wenn ich in der Plenarsitzung des Sächsischen Landtags sitze, bin ich immer schwer irritiert über den doch so hohen Anteil von Frauen. Von allen Landtagsabgeordneten sind um die 70% Männer (*überwiegend aus etwas älteren Jahrgängen) und rund 30% Frauen. Wir machen das genau andersrum. Meine Fraktion setzt sich zusammen aus 65% Frauen und 35 % Männern. Dennoch bleibe ich irritiert, wenn ich in den Plenarsaal schaue.

BTF: Du bist direkt nach deinem Studium nach Brüssel gegangen, um für Lothar Bisky zu arbeiten. Als Pommernflüchtling landete dessen Familie in Westdeutschland. Die BRD verließ er als 18-jähriger 1959, mit der Begründung, auf Grund der finanziellen Möglichkeiten seiner Familie hier kein Abitur ablegen zu können. Er war am Ende der DDR Professor und Rektor der Filmhochschule Babelsberg und trat am 4. November 1989 mit einer Rede auf der größten Demo der Wendemonate (500.000 Demonstranten in Berlin) in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Eine spannende Person, die für dich nicht ganz unwichtig war. Bisky lebte zuletzt in Schildau (in der Nähe von Torgau), uns eher durch Events aus der ganz rechten Ecke bekannt. Magst du über deine Gedanken zu Lothar Bisky sprechen?
MTW: Ein ganz großer, der nicht nur mir persönlich fehlt, sondern vor allem auch der Partei. Er hatte immer etwas Versöhnliches und er war immer Mensch – nie verbissen, manchmal angenervt von den Prozessen, aber ein sehr weiser Mensch.

BTF: Die Linke macht auf bundespolitischer Ebene den Eindruck, eine sehr weibliche Partei zu sein. In der Fläche bestimmen aber Ortsverbände das Bild, die deutlich älter und weniger divers sind, als der Blick auf die Landes- oder Bundesebene suggeriert. Du bist stellvertretende Vorsitzende der sächsischen Landtagsfraktion und Beisitzerin im Bundesvorstand. In der letzten Legislaturperiode warst du Stadträtin in Roßwein. Wie unterscheidet sich die Arbeit auf lokaler Ebene zu der in Dresden, Berlin oder Brüssel?
MTW: Als ich in den Stadtrat von Roßwein gewählt wurde, sagte mir ein Ratsmitglied einer anderen Partei, dass es hier aber um die Belange der Stadt ginge. Im Nachgang sage ich, auch auf städtischer Ebene sollten die eigenen Grundsätze stimmen. Ein Beispiel sind die Elterngeldbeiträge für Kita und Hort. Jede Kommune in Sachsen wird sich auf die klammen Kassen bei der Erhebung der Elternbeiträge berufen. Aber diese setzen sich zusammen aus Landes-, Kommunal- und Elternbeiträgen. Wenn die Landespauschale erhöht würde, wäre dieses „Ausspielen“ vorbei. Und ich sage, frühkindliche Bildung darf nichts kosten. In Dresden, Berlin und Europa gibt es ähnliche parlamentarische Prozesse, aber überall eine andere politische Kultur. Mit Grünen und Sozen in Europa ist eine bessere Zusammenarbeit auf Augenhöhe möglich, in Berlin nur unter bestimmten Bedingungen und in Sachsen … naja, sächsische Verhältnisse eben.

BTF: Du bist Fußballfan und Sportpolitikerin. Dein Herz schlägt für die große BSG Chemie. Obwohl sich die BSG und ihre Fans ebenso klar positionieren wie der FC St. Pauli oder Babelsberg 03 bleibt ein Spannungsfeld zwischen Kommerz, Männlichkeitsritualen und Gruppendynamiken. Du hast dich anlässlich 30 Jahre Wiedervereinigung kritisch mit dem Standing ostdeutscher Traditionsvereine im gesamtdeutschen Profifußball befasst. Könnte es ein verlockender Gedanke sein, eine deiner Töchter in einem solchen Team professionell Fußball spielen zu sehen?
MTW: Also, da muss ich erstmal erwähnen, dass ich auch Fußball gespielt habe – beim RSL. Meine Girls sollen das machen, worauf sie Bock haben und Fußball zählt da nicht dazu – eher TikTok. Aber meine kleine Tochter war mit 3 Wochen beim Aufstiegsspiel der BSG dabei. Sie werden mit Fußball groß, auf welcher Ebene auch immer. Ich hatte als Girl immer das Problem, dass es ja bei uns auf dem Dorf keine Frauenmannschaften gab, dementsprechend nutzte ich den Bolzplatz. Ich sehe aber auch in den letzten Jahren viel Bewegung in den Strukturen, in der Fanszene, in einigen Vereinen, bei verschiedenen Themen – zum 01. Januar 2021 hat es der DFB endlich hinbekommen, eine Anlaufstelle für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt zu schaffen. Wichtig und richtig, Homophobie im Fußball ist ein Thema.

BTF: Die gute Partei Die Partei, hat sich in den letzten Jahren mit einem ganz eigenen Politikverständnis um die Aufklärung politischer Abläufe, strategischer Absprachen und Lobbyarbeit verdient gemacht. Mit einer gewissen Unparteilichkeit und über das Mittel der Satire erreicht Die Partei einen politisch engagierten Teil der Bevölkerung. Welche Gedanken machst du dir darüber?
MTW: Martin Sonneborn kenne ich ja aus Brüssel. Er hat mal im Kulturausschuss den ungarischen Kulturminister auseinandergenommen – sehr unterhaltsam. Ich fand die Partei amüsant, mittlerweile aber – und das passiert vielen neugegründeten Parteien in Europa – muss man über den Bedarf einer solchen Partei reden. Also, ja – immer besser als gar nicht wählen, aber was will man eigentlich? Am Ende zählt die Einstellung und eben nicht der Unterhaltungsfaktor.

»TAENDLER-WALENTA

THE CREW – Folge 783 Martin H.

Unsere Crewmitglieder legen zum Teil einen immensen Anreiseweg zurück, um in Glaubitz zu einem Rädchen im System zu werden :-) Einer von denen ist Martin. Dass er überhaupt mit dem BTF-Virus infiziert wurde, verdankt er Bocky (Vorsicht: Virenschleuder!), der im Rhein-Main-Gebiet vorbildliche Propagandaarbeit leistet und alle zwangsverpflichtet, die nicht bei 3 auf den Bäumen sind. Seit vielen Jahren wird so der Gästetross aus dem Südwesten größer und größer. Inzwischen zeichnet sich Martin für unsere Videotrailer verantwortlich und es hat ihn an den Bodensee verschlagen (Hey Basti, da entwickelt sich doch ein neuer Hotspot!). Dort schwelgt er in Erinnerungen an den Geschmack eines kühl erfrischenden Pfefferminzlikörs oder den ersten Feine Sahne Auftritt, bei dem die Rostocker den Openerslot inne hatten, ihr Set direkt vor der Bühne aufbauten und Monchi das barfüßige Erdferkel mimte. Seit 2010 ist nicht nur bei den Jungs von der Küste ganz viel passiert. Martin möchten wir euch vorstellen, weil er einen der ersten Videochannels startete, die sich dem Thema Punk widmeten. Los geht’s!

BTF: Du hast mit Kesselpunks einen Videokanal gestartet und für den gut 30 Episoden produziert. Das Handwerk hast du als Journalist richtig gelernt. Inzwischen arbeitest du für den SWR und bleibst dem Medium (nicht inhaltlich, aber handwerklich) treu. Punk lebt u. a. von Unbekümmertheit oder Dilettantismus. Wie verträgt sich das?
MH: Für mich war bei Punk immer der DIY-Gedanke spannend. Also, nicht warten, bis es jemand anderes macht, sondern selber machen. Ob Konzert organisieren, Band aufziehen oder sonst wie Projekte wie Fanzines oder politische Aktionen organisieren. Aber bei all dem DIY-Gedanken will ich trotzdem, dass es am Ende cool wird und ich auch dahinter stehen kann. Und deshalb war für mich wichtig, dass es gut aussieht und auch Ton und Licht stimmen. Klar bedeutet für viele Punk auch: machen, auch wenns nicht so geil aussieht und gemacht ist. Auf den Inhalt kommts ja am Ende an. Aber auch als Leser/Konsument will ich ja gut gemachte Sachen lesen/anschauen. Fanzines wie der Punkerknacker oder das Ox sind ja auch schick und in Farbe. Und das Back To Future legt auch Wert auf guten Sound, statt schrottigen Proberaum-Lautsprecher. Deshalb passt das für mich schon zusammen, professionell zu arbeiten und gleichzeitig den DIY-Spirit zu leben. Ich hab ja immer alles alleine, bzw. mit Hilfe von wenigen Freunden gemacht.

BTF: Allerdings liegt der Kanal nun gut 3 Jahre brach. Rückblickend – was war der Grund, den Kanal zu starten und was führte dazu, ihn auf Eis zu legen?
MH: Ich hab den Kanal gestartet, weil es sowas damals nicht gab und meiner Meinung nach auch bis heute für Punk/Hardcore zu wenig gibt. Inzwischen machen auch mehrere Fanzines ganz coolen Video-Content, aber damals gabs nur mich und fast zeitgleich Rilrec TV, die einen etwas anderen Ansatz gewählt haben. Ich wollte damals sowas wie ein Zine auf Youtube machen. Also nicht nur Musikvideos, sondern auch Besprechungen, Interviews, Politik und eben coolen Inhalt bieten. Oder auch mal Quatschvideos. Das kam damals auch sehr gut an. Ich hab super Feedback bekommen. War aber auch sau viel Arbeit. Denn so ein Video dreht man erst relativ aufwändig, dann muss man noch einige Zeit im Schnitt verbringen und das hat mir am Ende auch das Genick gebrochen. Ich hab damals kurz vor der Geburt meiner Tochter angefangen mit Kesselpunks. Und den Kanal ein Jahr volle Power durchgezogen, aber je älter meine Tochter wurde, desto mehr haben sich die Prioritäten verschoben. Als später noch mein kleiner Sohn dazukam, war klar, dass ich das erst mal runterfahre. Aber ich lass alles online und hab eigentlich immer noch Bock. Nur eben keine Zeit mehr. Aber vielleicht fang ich mal wieder an. Mal sehn.

BTF: Podcasts gibt es inzwischen beinahe wie Sand am Meer. Kennst du vergleichbare Projekte aus dem deutschsprachigem Raum?
MH: Podcast ist ja nur für die Ohren. Da empfehle ich natürlich sehr gern den Polytox Podcast von Falk Fatal. Was Video-Content angeht, machen die Kollegen von Away From Life ganz coole Interviews. Aber da gibts inzwischen einiges.

BTF: Welchen Tipp würdest du Leuten geben, die sich in den Kopf gesetzt haben, ein ähnliches Format aufzuziehen?
MH: Unbedingt machen! Es ist heute so einfach wie nie. Die Technik ist günstig. Jedes Handy hat heute 'ne gute Kamera, mit der man schon viel machen kann. Licht und Ton kosten auch nicht die Welt. Wie man schneidet, etc. kann man bei Youtube lernen. Also einfach ausprobieren. Es kann ja nur schiefgehen. Und wenns kacke wird, halt nicht veröffentlichen... ABER: es ist viel Arbeit. Also seid gewarnt! Macht aber auch echt Spaß!

THE CREW – Folge 783 Helge T.

Helge ist einer unserer aktuellsten Neuzugänge und verstärkt unsere Mannschaft auf Zeugwartseite. Dabei nutzen wir die Vorteile einer Leihe, da unser Budget die Möglichkeiten eines Transfers nicht hergibt. Außerdem hat er sich vertraglich ein ausdrückliches Teilnahmerecht an Veranstaltungen wie Rock am Kuhteich und Rock am Berg zusichern lassen. Auch da verstärkt er das Team nach Kräften. Ja, manchmal sind wir zu unverhältnismäßigen Zugeständnissen bereit, auch ohne zahlungskräftige Oligarchen im Rücken. Das muss sich einfach lohnen. Andere Stimmen sprechen davon, dass dem BTF von Seiten des RAK & RAB ein faules Ei ins Nest gelegt wurde und so den Expansionsbestrebungen endlich Einhalt geboten werden soll. Wie ihr dem eingeschlagenen Ton entnehmen könnt, bewegen wir uns mit Helge im Bereich des Sportes. Passt, schließlich spielt sich das Back To Future auf dem Reitplatz ab, ambitionierte BTF-Besucher testen ihre Fitness auf der 100-Meter-Bahn des Waldbades und die Crew lässt die Seele im Sportlerheim baumeln. Hier kennt sich Helge aus, hier fühlt er sich wohl. Denn er arbeitet in seinem regulären Job beim Landessportbund Sachsen-Anhalt und beschäftigt sich dort mit Fällen von Diskriminierungen, Rassismus, neofaschistischen Erscheinungen und Gewalt und deren Aufarbeitung. Außerdem ist er im Konfliktmanagement tätig, was z. B. Dinge wie Mobbing beinhaltet. Spannend.

BTF: Sachsen hat ein riesiges Problem mit Faschismus in ganz vielen Teilen der Gesellschaft. Im Sport findet sich das nicht nur beim grölenden Fußballfan, sondern in ganzen Fußballmannschaften, beim engagierten Trainer oder innerhalb einer Vereinsführung. Ich befürchte, das wird in Sachsen-Anhalt nicht anders sein. Kannst zumindest du von Erfolgen im Kampf gegen diese unsäglich menschenverachtende Ideologie berichten?
HT: Aber sicher. Zunächst, dieses Problem ist weder ein sächsisches, noch ein ostdeutsches. Wir haben es damit deutschlandweit zu tun, sogar europaweit. Aber bleiben wir mal in unserer Region. 2015 wurde bundesweit erstmalig ein Fußballverein sowohl aus dem Fußballlandesfachverband, als auch dem Landessportbund (LSB) Sachsen-Anhalts ausgeschlossen. Um es rechtssicher zu machen, erfolgte der Ausschluss zwar wegen „Gewalttätigkeiten“ seiner Vereinsmitglieder, meines Erachtens waren diese jedoch eindeutig Hooligans mit rechtsextremer Einstellung. Wie es so schön heißt: „Die Gedanken sind frei“, also kann im Vereinsrecht niemand ohne weiteres wegen seiner Einstellung ausgeschlossen werden, leider. Deshalb ist es oft mühselig, gegen die von dir genannten Einstellungen vorzugehen. Zu oft herrscht eine Mentalität des Wegschauens und Weghörens. Anders zum Beispiel beim Jiu-Jitsu, hier wird klare Kante gezeigt und gehandelt. Bei den Trainerausbildungen ist Sensibilisierung zum Thema Rechts fester Bestandteil. Dies ist umso wichtiger, als das gerade der Kampfsport immer wieder im Fokus steht. Mein Plädoyer: Nicht der Kampfsport ist rechtsextrem, aber Einzelne versuchen sich „Fit zu machen für den Straßenkampf/den Tag X“. Vielfach haben inzwischen unsere Vereine das im Blick und handeln adäquat. Dabei beraten sie sich oft mit Menschen wie meinen Kolleg*innen und Kollegen. Der größte Erfolg? Seit 2011 stellen sich die ostdeutschen Landessportbünde ihrer Verantwortung! Und seit 2017 sind auch etliche westdeutsche Landessportbünde direkt am Thema.

BTF: Diskriminierung nimmt im subkulturellen Kontext als Thema inzwischen einen breiteren Raum ein. Sie betrifft ganz viele Menschen und je mehr Betroffene ihre Erlebnisse schildern, umso deutlicher wird der Umfang und die Notwendigkeit der Veränderungen. Da haben wir auch noch einiges an Arbeit vor uns. Der Sport ist zum Teil recht hierarchisch strukturiert. Vorteil oder Nachteil im Umgang mit diesen Aufgaben?
HT: Oh ha, da machst du ja ein Thema auf! Soll ich da eine Masterarbeit abliefern? Vom Umfang ginge das ganz sicher. Ich versuch`s mal kurz. Sowohl als auch. Vorteilhaft ist, dass die Beschäftigung mit Diskriminierungen „angeordnet“ werden kann. Das Thema ist zum Beispiel in nahezu jeder Trainer-/Übungsleiterausbildung integriert (hier kann ich nur für Sachsen-Anhalt reden). Damit besteht die Chance, die Menschen „in vorderster Linie“ sensibel zu machen, damit sie Diskriminierungen erkennen und ihnen Methoden an die Hand zu geben, diesen zu begegnen. Nicht selten geschehen Diskriminierungen gedankenlos, unreflektiert und nach dem Motto „das haben wir doch immer schon so gemacht“. Einfaches Beispiel, das wohl jeder kennt: Wir wollen ein bisschen kicken, also schnell zwei Mannschaften gebildet, zwei Menschen wählen. Wer bleibt ganz zum Schluss? Der kleine Dicke! Unter dem sportlichen Aspekt „wir wollen gewinnen“ vielleicht verständlich, aber unter dem menschlichen Aspekt? Wer denkt schon darüber nach, wie es in dieser Situation dem „kleinen Dicken“ geht? Übrigens stelle ich sehr oft bei Aus- und Weiterbildungen die Frage „Bist du schon einmal diskriminiert worden?“. Antwort: über 90% der Frauen sagen ja, maximal 10% der Männer beantworten die Frage mit ja. Meines Erachtens nach hat das was mit unserer Prägung á la „bist du ein Mann oder was?“ zu tun, denn wenn ich dann tiefer nachfrage, verändert sich die Prozentzahl bei den Männern auch ... Okay, wo Licht ist, ist auch Schatten. Hierarchie kann sehr schwierig sein. Ich schätze Ehrenamt sehr (ohne das nun mal im Sport nix geht), aber wer kennt ihn nicht, den 75-jährigen Vereinsvorsitzenden, der meint, unersetzlich zu sein und dem bei dem Wort „Jugendbeteiligung“ das Gesicht entgleitet? Auch wenn ich mir jetzt keine Freunde mache, aber ist eine Mannschaftsaufstellung durch den Trainer zuweilen nicht per se Diskriminierung? Daraus ergibt sich eine gewisse systemimmanente Diskriminierung, denn im Regelfall ist im organisierten Sport alles dem „Sieg“ untergeordnet. Anders im Freizeitsport, wo es „nur“ um Fun und Bewegung geht. Du merkst, ein RIESENTHEMA. Gar nicht angesprochen habe ich jetzt die Diskriminierungen der LGBTQ-Community, beispielhaft von transgender Menschen...

BTF: Mit deinem fachlichen Blick auf Veranstaltungen wie das RAK, RAB oder BTF. Gibt es aus deiner Sicht Gründe, warum Gewalt im Gegensatz zu deinem beruflichen Alltag hier eher kein Thema ist?
HT: Hmmm, nun wieder so ‘ne Frage, oder These, die ich so gar nicht teilen kann. Zunächst bitte ich darum, aufmerksam zu sein, dass es nicht nur körperliche Gewalt gibt. Für Betroffene ist psychische, beispielsweise verbale Gewalt mindestens genauso schlimm. Aber ich bleibe erstmal bei deinem positiven Ansatz. Nun, wir bewegen uns bei diesen Festivals im Regelfall in einer Gruppe Gleichgesinnter, das einende Element ist die Musik und eine gewisse Einstellung. Nicht zu vergessen, alle wollen Spaß haben. Damit ist zunächst eine hocheskalierende Konfrontation aus politischen Einstellungsgründen oder ähnliches ausgeschlossen. Man bewegt sich gewissermaßen in einem geschützten Raum. Dem gegenüber steht der Alkohol und damit „das Ausschalten des Kopfes“. Frag doch mal, wie viele Frauen zum Beispiel auch auf diesen Festivals bereits sexuelle Übergriffe erlebt haben. Und nein, das sind nicht nur Vergewaltigungen, sondern auch der vermeintlich „zufällige“ Griff an den Po und die verbalen Übergriffigkeiten. Haben wir auf den Festivals ein wirklich funktionierendes System, in dem sich Betroffene Hilfe suchen können? Da ich ein faules Ei bin, verbreite ich mal in diese Richtung etwas Gestank.

THE CREW – Folge 783 ElSA F.

Irgendwann war es Elsa zu viel. Jahrelang musste sie im Juli eine Woche auf ihre Mama Petra verzichten. Diese unterstützt uns gut eine Woche vor Ort. Zuerst im Büro, dann im Bierwagen. In den letzten Tagen vor dem Festival müssen in einem improvisierten Büro Lücken geschlossen und Probleme gelöst werden, an die unterm Jahr mal wieder keiner gedacht hatte. Wenn ihr wüsstet, wie wichtig diese Tage und diese Helfer sind! Einfach unersetzlich.

Also irgendwann war es Elsa zu viel mit diesem Sturmfrei und sie begleitete ihre Mama zum Festival. Von der Volljährigkeit noch einiges entfernt, stand sie inzwischen bestimmt schon 5 Jahre hinterm Tresen. Schnell schwand ihre anfängliche Zurückhaltung und zum Ende ihres ersten BTF-Jahres hielt sie nicht nur ein exzellentes Praktikumszeugnis in ihren Händen, sondern hatte es mit ihrem kessen Mundwerk allen ganz leicht gemacht, sie, wie ihre Mama oder ihre Schwester auch, sofort ins Herz zu schließen.

Elsa ist auch der schlaue Kopf hinter dem Glücksrad von Bierwagen 1. Na, habt ihr schon mal ‘nen Rhabarbera oder ‘nen Mexikaner (ihr absoluter Favorit) erdreht? Oder musstet ihr eventuell der ganzen Bierwagenbesatzung einen Shot spendieren? Natürlich gibt es das auch beim nächsten Mal. Versprochen. An dieser Stelle soll unbedingt erwähnt werden, dass die Crew von Bierwagen 1 die absolute Granate ist. Besser geht es nicht! Von den intensiven Stunden zwischen Zapfhahn und Kühlzelle und den Geschichten, die da passieren, kann sie inzwischen Bücher füllen. „Manchmal kommen wir nicht einmal zum Essen. Die Gäste haben Vorfahrt! Denn die geben uns immer wieder positives Feedback, zaubern uns damit ein Lächeln ins Gesicht und lassen den Stress vergessen. Zum Glück hat unsere Cateringcrew immer ein Auge auf uns und so wird das wundervolle Essen schon mal frei Haus geliefert. Danke. Danke. Danke.“ Eine dieser Storys beginnt mit einem gestiefelten Festivalgast und seiner Bierbestellung. Das frisch Gezapfte füllte er in einen seiner Stiefel. Erst so konnte es seiner Meinung nach die volle erfrischende Wirkung zeigen. Zum Glück ist das nie zum Trend geworden ;-)

Ihre freien Minuten genießt sie am liebsten auf der Terrasse des Sportlerheims. Bei einem späten Frühstück mit Blick auf die lange Besucherschlange des Waldbades. Da ist die gute Laune schon am Vormittag auf Maximum. „Wie sollte es auch anders sein, bei den tollen Menschen um einen herum?“ Habt ihr eigentlich auch schon Urlaub für Juli bekommen? Elsa schon und sie freut sich auf euch und das Festival.

BTF: Du bist Teamplayer durch und durch. Die Bewegungsfreiheit im Bierwagen gleicht oft dem am Handballkreis. Das Bier muss zum Gast und der Gegner spielt hier aber im gleichen Team. Was unterscheidet Handball vom Bierverkauf?
Elsa: Ja, das stimmt, wenig Platz und Gerangel gibt es sowohl beim Handball als auch im Bierwagen. Deswegen mag ich beides anscheinend auch so sehr. Stressig ist beides, die Zeit hängt einem auch immer im Nacken, allerdings kenne ich während der 60 Minuten Handball keine Freunde im gegnerischen Team. Es geht nur darum, zu Siegen und nichts anderes zählt. Im Bierwagen sind es keine Gegner, es sind eher Freunde. Beides fordert viel ab und die Teamfähigkeit ist entscheidend, aber beim Festival gibt es keinen Sieger – es geht darum, gemeinsam eine schöne Zeit zu haben. Im Bierwagen gibt es auf jeden Fall viel mehr zu lachen, aber wenn mir mal einer doof kommt, bekommt er direkt was zu hören. Da kommt dann die Handballerin (die im Team immer die meisten 2-Minuten-Strafen und roten Karten bekommt) durch. :-)

BTF: Deine Mannschaft war sehr erfolgreich, Training sehr wichtig. Wie schwer ist es, das eigene Ausgehverhalten den Anforderungen des Ligaalltags anzupassen? Wie würde ein Spiel mit dir an einem BTF-Sonntag aussehen?
Elsa: Ich bin sehr froh, dass im Juli immer Saisonpause ist und ich somit nicht in Gewissensbisse komme, denn dem Handball stelle ich kaum was hinten an. Wenn es doch so wäre und ich überhaupt wieder spielen kann, ist es alles eine Frage der Organisation. Ein bisschen weniger Alkohol, ein bisschen eher ins Bett und ich würde vielleicht mein bestes Spiel des Lebens machen. Und vor allem hätte ich mit Abstand den größten Fanblock dabei.

BTF: Ich hörte, dass du eine begnadete Kuchenbäckerin bist. Meinst du, es wäre vorstellbar, dass es im Rahmen dieses wundervollen Festivals auch zu einem Kuchenbäckerduell kommen könnte? Und was würdest du dann backen?
Elsa: Ich glaube mich daran erinnern zu können, dass es so einen internen Wettkampf schon mal gab und ich gewonnen habe. (Grübelsmiley) Ich würde es für möglich halten, natürlich. Meinen Siegerkuchen werde ich jetzt hier natürlich noch nicht preisgeben, die Konkurrenz könnte ja mitlesen :-)

BTF: Du hast mal gesagt "Ich bin keine Eisprinzessin, sondern Zahnfee!". Wirklich bist du auf dem Weg zum Zahnmedizinstudium und hast deine Wartesemester genutzt, um eine entsprechende Ausbildung abzulegen. Wie bei Handball, Bardienst und Kuchenbäckerei mit vollem Einsatz. Wie steht es und wie hat dich die Neuordnung der Studienplatzvergabe getroffen?
Elsa: Das mit dem Studium hat sich leider erledigt. Ich werde definitiv keinen Platz bekommen und mein Traum wird nicht wahr. Auf Grund der neuen Regelungen und dem damit verbundenen Wegfall der Wartesemester habe ich keine Chance mehr, trotz super abgeschlossener Ausbildung. Aber ich liebe meinen Beruf und werde ihn trotzdem jeden Tag mit Freude antreten und dort mit meinen Aufgaben wachsen und einfach immer wieder neue Dinge lernen, um nicht stehen zu bleiben.

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